Speicheldrüsentumor: Knoten am Hals fachärztlich abklären
Die Speicheldrüsen produzieren täglich bis zu 1,5 Liter Speichel. Speichel schützt die Zähne, unterstützt die Verdauung und befeuchtet die Mundschleimhäute. Die drei großen Drüsenpaare sind die Ohrspeicheldrüse (Parotis), die Unterkieferspeicheldrüse und die Unterzungenspeicheldrüse.
Veränderungen dieser Drüsen äußern sich häufig als Schwellungen im Gesicht oder am Hals. Diese können auf gutartige oder bösartige Tumoren hinweisen. Gelegentlich liegen auch Halszysten vor, die ähnliche Beschwerden verursachen. Eine frühzeitige Abklärung beim HNO-Arzt ist daher wichtig.
Was verursacht einen Speicheldrüsentumor?
Speicheldrüsentumoren entstehen durch unkontrolliertes Zellwachstum in den Drüsen. Gutartige Formen kommen häufiger vor als bösartige. Halszysten entstehen hingegen meist aus embryonalen Geweberesten. Laterale Halszysten bilden sich aus sogenannten Kiemenspaltenresten. In jedem Fall lässt sich der genaue Befund nur durch eine gezielte Untersuchung feststellen.
Häufige Ursachen und Risikofaktoren sind:
- Gutartige Tumoren wie das pleomorphe Adenom oder der Warthin-Tumor
- Bösartige Tumoren (Karzinome) der Speicheldrüsen
- Frühere Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich
- Genetische Veranlagung für Drüsenzellveränderungen
- Chronische Entzündungen der Speicheldrüsen
- Speichelsteine (Sialolithiasis) mit Abflussstörung und Schwellungsbildung
Welche Folgen hat ein unbehandelter Speicheldrüsentumor?
Ein nicht behandelter Speicheldrüsentumor kann ernsthafte Folgen haben. Gutartige Formen tragen ein Restrisiko zur bösartigen Umwandlung. Bösartige Tumoren können in umliegendes Gewebe einwachsen und den Gesichtsnerv schädigen.
Halszysten Symptome und Beschwerden durch Speicheldrüsentumoren ähneln sich häufig. Typisch sind tastbare Schwellungen, Druckgefühl und Schmerzen. Eine entzündete Halszyste zeigt zusätzlich Rötung und Überwärmung. Schluckbeschwerden und Mundtrockenheit können ebenfalls auftreten.
Was unternehme ich bei einem Speicheldrüsentumor in Wien?
Nicht jede Schwellung am Hals ist gefährlich. Ob eine harmlose Halszyste oder ein behandlungsbedürftiger Speicheldrüsentumor vorliegt, kann nur durch eine gezielte Untersuchung geklärt werden. In meiner HNO-Ordination in Wien führe ich für Sie eine strukturierte Diagnostik durch.
- Klinische Untersuchung: Ich taste Hals und Gesicht systematisch ab und beurteile Größe, Lage und Konsistenz der Schwellung.
- Sonografie der Speicheldrüsen: Mittels Ultraschall beurteile ich die innere Struktur und erkenne erste Hinweise auf Gut- oder Bösartigkeit.
- Weiterführende Diagnostik: Bei Bedarf veranlasse ich ein MRT, CT oder eine Feinnadelbiopsie zur genauen Gewebsdiagnose.
Wie behandle ich einen Speicheldrüsentumor?
Die Therapie richtet sich nach der genauen Diagnose, der Art des Befundes und dem Gesundheitszustand der Patient:innen. Gutartige und bösartige Veränderungen erfordern jeweils unterschiedliche Behandlungsansätze.
Bei gutartigen Tumoren ist die operative Entfernung die Methode der Wahl. Der Gesichtsnerv wird dabei so weit wie möglich geschont. Halszysten müssen vollständig entfernt werden, um ein Wiederauftreten zu verhindern. Bösartige Speicheldrüsentumoren erfordern eine umfangreichere Operation. Je nach Befund wird diese durch Strahlentherapie oder weitere onkologische Maßnahmen ergänzt. Nach der Behandlung begleite ich meine Patient:innen engmaschig in der Tumornachsorge.

FACHARZT FÜR HALS-NASEN-OHREN-HEILKUNDE IN WIEN
Priv. Doz. DDr. Faris Brkic ist habilitierter Facharzt an der Medizinischen Universität Wien, Privatdozenten und HNO Arzt in Wien. Nach seiner Facharztausbildung am AKH Wien absolvierte er ein spezialisiertes Rhinologie-Fellowship an der Universitätsklinik Manchester. Mit über 60 peer-reviewten Publikationen verbindet er aktive Forschung mit klinischer Praxis. Sein Schwerpunkt liegt auf Rhinologie, endoskopischer Chirurgie und ästhetisch-funktionellen Naseneingriffen.


