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HNO Diagnostik

Endoskopie der oberen Atemwege beim HNO-Arzt: Schonende Diagnostik von Nase, Nasenrachen und Kehlkopf

Priv. Doz. DDr. Faris Brkic

Endoskopie der Atemwege

Moderne HNO-Diagnostik mit der Endoskopie der oberen Atemwege

Die Endoskopie der oberen Atemwege gehört heute zu den wichtigsten Untersuchungsmethoden in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Mit Hilfe feiner optischer Instrumente kann der HNO-Arzt die Nase, den Nasenrachen, die Nasennebenhöhlenregion, den Rachenraum und den Kehlkopf genau beurteilen. Dadurch lassen sich viele Beschwerden rasch, schonend und präzise abklären – von einer chronisch verstopften Nase über Nasenpolypen bis hin zu Veränderungen an den Stimmlippen.

Viele Patientinnen und Patienten sind zunächst unsicher, wenn sie das Wort „Endoskopie“ hören. Dabei ist die Untersuchung in der HNO-Praxis in der Regel sehr gut verträglich, dauert meist nur wenige Minuten und ist üblicherweise schmerzfrei. Je nach Fragestellung kommen flexible oder starre Endoskope zum Einsatz. Beide Methoden liefern hochauflösende Bilder und ermöglichen eine exakte Diagnostik direkt in der Ordination.

Die Endoskopie ist sowohl für Erwachsene als auch für Kinder geeignet. Gerade bei Kindern bietet sie den Vorteil, dass bestimmte Bereiche, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind, ohne aufwendige oder belastende Verfahren beurteilt werden können.

Was ist eine HNO-Endoskopie?

Bei einer HNO-Endoskopie betrachtet der Arzt die oberen Atemwege mit einem speziellen Untersuchungsinstrument, dem Endoskop. Dieses besteht aus einer sehr feinen Optik mit Lichtquelle und kann – je nach Ausführung – flexibel oder starr sein. Über eine Kamera oder direkte Optik werden die untersuchten Bereiche vergrößert dargestellt. Dadurch erkennt der HNO-Arzt selbst kleine Veränderungen der Schleimhäute, Engstellen, Entzündungen, Polypen, Sekretansammlungen oder auffällige Gewebeveränderungen.

Zur Endoskopie der oberen Atemwege zählen insbesondere:

  • die Untersuchung der Nasenhaupthöhle,
  • die Beurteilung der Nasennebenhöhlenzugänge,
  • die Untersuchung des Nasenrachens,
  • die Kontrolle des Rachens und Zungengrundes,
  • die Beurteilung des Kehlkopfes,
  • die Untersuchung der Stimmlippen.

Die Untersuchung ist ein zentraler Bestandteil der HNO-Diagnostik, weil sie Bereiche sichtbar macht, die bei einer einfachen Spiegeluntersuchung oder äußeren Untersuchung nicht ausreichend beurteilt werden können.

Flexible Endoskopie: Schonende Untersuchung von Nasenrachen und Kehlkopf

Die flexible Endoskopie ist besonders komfortabel und vielseitig. Dabei verwendet der HNO-Arzt ein sehr dünnes, biegsames Endoskop, das vorsichtig über die Nase eingeführt wird. Aufgrund seiner Flexibilität kann das Instrument dem natürlichen Verlauf der Nasengänge folgen und bis zum Nasenrachen, Rachenraum und Kehlkopf vorgeschoben werden.

Diese Methode eignet sich besonders gut zur Untersuchung von:

  • Nasenrachen,
  • Rachenhinterwand,
  • Zungengrund,
  • Kehlkopf,
  • Stimmlippen,
  • Schluck- und Atemfunktion,
  • kindlichen Atemwegen.

Die flexible Endoskopie ist meist schmerzfrei. Manche Patientinnen und Patienten spüren ein leichtes Druck- oder Kitzelgefühl in der Nase oder im Rachen. Bei empfindlichen Personen kann auf Wunsch ein abschwellendes oder lokal betäubendes Nasenspray verwendet werden. Dadurch wird die Untersuchung noch angenehmer.

Ein großer Vorteil der flexiblen Kehlkopfendoskopie ist, dass die Stimmlippen in Bewegung beurteilt werden können. Der Arzt kann die Patientin oder den Patienten bitten, bestimmte Laute zu sprechen, zu atmen, zu räuspern oder zu schlucken. Dadurch lässt sich die Funktion des Kehlkopfes sehr genau beurteilen.

Wann ist eine flexible Endoskopie sinnvoll?

Eine flexible Endoskopie wird häufig durchgeführt, wenn Beschwerden bestehen, deren Ursache im Nasenrachen, Rachen oder Kehlkopf liegen kann. Dazu gehören zum Beispiel:

  • anhaltende Heiserkeit,
  • Stimmveränderungen,
  • Räusperzwang,
  • Fremdkörpergefühl im Hals,
  • Schluckbeschwerden,
  • Atemgeräusche,
  • chronischer Husten,
  • unklare Halsschmerzen,
  • Verdacht auf Refluxveränderungen im Kehlkopfbereich,
  • Verdacht auf Stimmlippenknötchen,
  • Verdacht auf Stimmlippenpolypen,
  • Verdacht auf gutartige oder bösartige Veränderungen der Stimmlippen,
  • Kontrolle nach Operationen oder Therapien.

Besonders bei länger anhaltender Heiserkeit ist eine genaue Untersuchung der Stimmlippen wichtig. Die flexible Endoskopie ermöglicht eine präzise Darstellung der Stimmlippenstruktur und Stimmlippenbeweglichkeit. So können harmlose Ursachen wie Schleimhautreizungen, Entzündungen oder funktionelle Stimmprobleme erkannt werden, aber auch ernstere Veränderungen wie Tumoren frühzeitig abgeklärt werden.

Starre Endoskopie der Nase: Präzise Sicht auf Nasenhaupthöhle und Nasennebenhöhlen

Neben der flexiblen Endoskopie spielt die starre Endoskopie in der HNO-Heilkunde eine wichtige Rolle. Bei der starren Nasenendoskopie wird ein dünnes, gerades Endoskop vorsichtig in die Nasenhaupthöhle eingeführt. Die Optik ermöglicht eine sehr klare und detailreiche Darstellung der Nasenschleimhaut, der Nasenmuscheln, der Nasenscheidewand und der Zugänge zu den Nasennebenhöhlen.

Die starre Endoskopie eignet sich besonders zur Beurteilung von:

  • Nasenhaupthöhle,
  • Nasenscheidewand,
  • unteren, mittleren und oberen Nasenmuscheln,
  • Nasennebenhöhlenöffnungen,
  • chronischen Entzündungen,
  • Sekretstraßen,
  • Nasenpolypen,
  • anatomischen Engstellen,
  • Zustand nach Nasen- oder Nebenhöhlenoperationen.

Gerade bei chronischer Nasenatmungsbehinderung liefert die Nasenendoskopie wichtige Informationen. Der HNO-Arzt kann erkennen, ob die Beschwerden durch eine schiefe Nasenscheidewand, vergrößerte Nasenmuscheln, Polypen, chronische Entzündungen, Allergien oder andere Ursachen ausgelöst werden.

Auch bei wiederkehrenden oder chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen ist die starre Endoskopie sehr hilfreich. Sie zeigt, ob die Abflusswege der Nebenhöhlen verengt sind, ob Schleim oder Eiter sichtbar ist oder ob Polypen die Belüftung der Nasennebenhöhlen behindern.

Starre Endoskopie des Kehlkopfes durch den Mund

Die starre Kehlkopfendoskopie erfolgt in der Regel durch den Mund. Dabei wird ein starres Endoskop vorsichtig in Richtung Rachen und Kehlkopf geführt, ohne dass es tief eingeführt werden muss. Die Zunge wird meist sanft gehalten, während der Kehlkopf mit der Optik betrachtet wird.

Diese Untersuchung liefert besonders scharfe und vergrößerte Bilder des Kehlkopfes und der Stimmlippen. Sie eignet sich hervorragend zur Beurteilung von:

  • Stimmlippen,
  • Kehlkopfschleimhaut,
  • Stimmlippenbeweglichkeit,
  • gutartigen Stimmlippenveränderungen,
  • Entzündungen,
  • Reizungen durch Rauchen oder Reflux,
  • Knötchen, Polypen oder Zysten,
  • verdächtigen Gewebeveränderungen,
  • Tumoren im Bereich des Kehlkopfes.

Die starre Kehlkopfendoskopie ist ebenfalls in der Regel schmerzfrei. Manche Menschen empfinden sie etwas ungewohnt, vor allem wenn ein ausgeprägter Würgereiz besteht. In solchen Fällen kann der HNO-Arzt alternativ oder ergänzend die flexible Endoskopie über die Nase einsetzen, die bei vielen Patientinnen und Patienten als angenehmer empfunden wird.

Welche Beschwerden können mit der Endoskopie abgeklärt werden?

Die Endoskopie der oberen Atemwege ist bei vielen HNO-Beschwerden sinnvoll. Sie ermöglicht eine genaue Abklärung von Symptomen, die äußerlich nicht ausreichend beurteilt werden können.

Typische Gründe für eine endoskopische Untersuchung sind:

  • behinderte Nasenatmung,
  • chronisch verstopfte Nase,
  • wiederkehrende Nasennebenhöhlenentzündungen,
  • chronischer Schnupfen,
  • allergische Beschwerden,
  • Nasenbluten,
  • Druckgefühl im Gesicht,
  • Riechstörungen,
  • Verdacht auf Nasenpolypen,
  • Schnarchen,
  • Mundatmung,
  • häufige Infekte,
  • vergrößerte Rachenmandel bei Kindern,
  • Heiserkeit,
  • Stimmprobleme,
  • Schluckbeschwerden,
  • Fremdkörpergefühl,
  • Atemnot oder Atemgeräusche,
  • Verdacht auf Veränderungen im Kehlkopfbereich.

Durch die direkte Sicht auf Schleimhäute und anatomische Strukturen kann der HNO-Arzt die Ursache vieler Beschwerden schnell eingrenzen. Das ist ein entscheidender Vorteil gegenüber einer rein äußerlichen Untersuchung.

Von Nasenpolypen bis Stimmlippentumoren: Präzise Diagnostik durch direkte Sicht

Ein besonderer Vorteil der Endoskopie liegt in der präzisen Diagnostik. Viele Erkrankungen der oberen Atemwege entwickeln sich an Stellen, die ohne Endoskop nicht oder nur unzureichend sichtbar sind. Dazu gehören die hinteren Nasenabschnitte, der Nasenrachen, die Nebenhöhlenzugänge und der Kehlkopf.

Mit der Endoskopie lassen sich unter anderem erkennen:

  • Nasenpolypen,
  • Schleimhautschwellungen,
  • eitrige Sekretansammlungen,
  • chronische Entzündungen,
  • allergische Schleimhautveränderungen,
  • anatomische Engstellen,
  • Verkrümmungen der Nasenscheidewand,
  • vergrößerte Nasenmuscheln,
  • vergrößerte Rachenmandeln,
  • Kehlkopfentzündungen,
  • Stimmlippenknötchen,
  • Stimmlippenpolypen,
  • Stimmlippenzysten,
  • Stimmlippenlähmungen,
  • gutartige Tumoren,
  • verdächtige oder bösartige Veränderungen.

Gerade bei Tumorerkrankungen im Bereich von Kehlkopf, Rachen oder Nase ist eine frühe Diagnose wichtig. Die endoskopische Untersuchung ermöglicht es, auffällige Veränderungen rechtzeitig zu erkennen und weitere diagnostische Schritte einzuleiten.

Ist die Endoskopie schmerzhaft?

Die Endoskopie der oberen Atemwege ist in der Regel schmerzfrei. Viele Patientinnen und Patienten sind nach der Untersuchung überrascht, wie schnell und unkompliziert sie abläuft. Je nach Empfindlichkeit kann ein leichtes Druckgefühl, Kitzeln oder ein kurzer Würgereiz auftreten. Schmerzen sind jedoch nicht typisch.

Zur Verbesserung des Komforts kann der HNO-Arzt ein abschwellendes oder betäubendes Spray verwenden. Besonders bei enger Nase, empfindlicher Schleimhaut oder starkem Würgereiz kann dies hilfreich sein.

Die Untersuchung dauert meist nur wenige Minuten. Danach können Patientinnen und Patienten in der Regel sofort wieder ihren normalen Alltag aufnehmen. Eine besondere Erholungszeit ist normalerweise nicht notwendig.

Endoskopie bei Kindern

Auch bei Kindern kann eine Endoskopie der oberen Atemwege sehr wertvoll sein. Kinder leiden häufig unter vergrößerten Rachenmandeln, wiederkehrenden Infekten, chronischer Mundatmung, Schnarchen, Nasenatmungsbehinderung oder unklaren Atemgeräuschen. Mit der flexiblen Endoskopie kann der HNO-Arzt den Nasenrachen und die oberen Atemwege schonend beurteilen.

Die Untersuchung wird kindgerecht erklärt und möglichst kurz gehalten. Moderne flexible Endoskope sind sehr dünn und ermöglichen eine rasche Diagnostik. Viele Kinder tolerieren die Untersuchung gut, besonders wenn sie ruhig vorbereitet werden und die Eltern anwesend sind.

Bei Kindern kann die Endoskopie helfen, folgende Fragen zu klären:

  • Sind die Rachenmandeln vergrößert?
  • Ist die Nasenatmung mechanisch behindert?
  • Gibt es Polypen oder Schleimhautschwellungen?
  • Liegt eine chronische Entzündung vor?
  • Gibt es Auffälligkeiten am Kehlkopf?
  • Ist die Ursache für Schnarchen oder Mundatmung sichtbar?

Dadurch kann der HNO-Arzt gezielt entscheiden, ob eine konservative Behandlung ausreicht oder ob weitere Maßnahmen notwendig sind.

Endoskopie bei Erwachsenen

Bei Erwachsenen wird die Endoskopie besonders häufig zur Abklärung chronischer Beschwerden eingesetzt. Dazu zählen langanhaltende Nasenatmungsbehinderung, Nasennebenhöhlenprobleme, Heiserkeit, Schluckbeschwerden, Fremdkörpergefühl oder der Verdacht auf Veränderungen im Kehlkopfbereich.

Auch zur Kontrolle nach Operationen ist die Endoskopie sehr wichtig. Nach Eingriffen an Nase, Nasennebenhöhlen oder Kehlkopf kann der HNO-Arzt den Heilungsverlauf beurteilen, Krusten oder Sekret erkennen und mögliche Engstellen frühzeitig feststellen.

Bei Raucherinnen und Rauchern, Menschen mit beruflicher Stimmbelastung oder Patientinnen und Patienten mit länger anhaltender Heiserkeit ist die endoskopische Kehlkopfuntersuchung besonders bedeutsam. Sie ermöglicht eine genaue Beurteilung der Stimmlippen und hilft, ernsthafte Erkrankungen frühzeitig zu erkennen.

Vorteile der Endoskopie beim HNO-Arzt

Die Endoskopie der oberen Atemwege bietet zahlreiche Vorteile:

  1. Schmerzfreie Untersuchung
    Die Untersuchung ist in der Regel sehr gut verträglich und verursacht normalerweise keine Schmerzen.
  2. Schnelle Diagnostik
    Viele Ursachen von Beschwerden können direkt während des Termins erkannt werden.
  3. Hohe Präzision
    Durch die vergrößerte Darstellung erkennt der HNO-Arzt auch kleine Veränderungen.
  4. Geeignet für Kinder und Erwachsene
    Flexible und starre Endoskope ermöglichen eine individuell angepasste Untersuchung.
  5. Keine aufwendige Vorbereitung
    Die Untersuchung kann meist sofort in der Ordination durchgeführt werden.
  6. Direkte Beurteilung der Schleimhäute
    Entzündungen, Polypen, Schwellungen und Tumorverdacht können sichtbar gemacht werden.
  7. Wichtige Grundlage für die Therapieplanung
    Die Befunde helfen bei der Entscheidung über Medikamente, weitere Diagnostik oder operative Maßnahmen.

Flexible oder starre Endoskopie – welche Methode ist besser?

Ob eine flexible oder starre Endoskopie eingesetzt wird, hängt von der medizinischen Fragestellung ab. Beide Verfahren haben ihre Stärken.

Die flexible Endoskopie eignet sich besonders für die Untersuchung des Nasenrachens, des Rachens und des Kehlkopfes. Sie ist sehr schonend, folgt dem natürlichen Verlauf der Atemwege und erlaubt eine dynamische Beurteilung beim Sprechen, Atmen und Schlucken.

Die starre Endoskopie bietet eine besonders klare, hochauflösende Sicht. Sie wird häufig für die genaue Beurteilung der Nasenhaupthöhle, der Nasennebenhöhlenzugänge und des Kehlkopfes durch den Mund verwendet.

In vielen Fällen ergänzen sich beide Methoden ideal. Der HNO-Arzt entscheidet je nach Beschwerden, Anatomie und Untersuchungsziel, welches Endoskop am besten geeignet ist.

Ablauf der Untersuchung

Vor der Endoskopie bespricht der HNO-Arzt die Beschwerden und erklärt den Ablauf. Anschließend erfolgt die Untersuchung im Sitzen. Bei Bedarf wird ein Nasenspray verwendet, um die Schleimhaut abzuschwellen oder leicht zu betäuben.

Bei der flexiblen Endoskopie wird das dünne Endoskop vorsichtig über die Nase eingeführt. Der Arzt betrachtet zunächst die Nasenhöhle, dann den Nasenrachen und schließlich den Kehlkopf. Dabei kann die Patientin oder der Patient gebeten werden, zu sprechen, zu atmen oder zu schlucken.

Bei der starren Nasenendoskopie wird ein gerades Endoskop vorsichtig in die Nasenhaupthöhle eingeführt. Damit lassen sich Nasenscheidewand, Nasenmuscheln, Nasennebenhöhlenzugänge und Schleimhautveränderungen präzise beurteilen.

Bei der starren Kehlkopfendoskopie erfolgt die Untersuchung über den Mund. Dabei wird der Kehlkopf mit einer speziellen Optik betrachtet. Diese Methode bietet eine sehr detailreiche Darstellung der Stimmlippen.

Nach der Untersuchung kann der Befund meist sofort besprochen werden.

Wann sollte man eine HNO-Endoskopie durchführen lassen?

Eine endoskopische Untersuchung ist sinnvoll, wenn Beschwerden länger anhalten, wiederkehren oder unklar sind.

Besonders empfehlenswert ist eine HNO-Abklärung bei:

  • Heiserkeit über mehrere Wochen,
  • einseitiger Nasenatmungsbehinderung,
  • häufigem Nasenbluten,
  • Verdacht auf Nasenpolypen,
  • chronischen Nasennebenhöhlenbeschwerden,
  • Schluckbeschwerden,
  • Fremdkörpergefühl im Hals,
  • Atemgeräuschen,
  • Stimmveränderungen,
  • auffälligen Befunden im Rachen- oder Kehlkopfbereich.

Je früher die Ursache erkannt wird, desto gezielter kann behandelt werden. Die Endoskopie ist dabei eine der wichtigsten Untersuchungen in der modernen HNO-Diagnostik.

Fazit: Schmerzfreie und präzise Diagnostik der oberen Atemwege

Die Endoskopie der oberen Atemwege ist ein modernes, schonendes und sehr aussagekräftiges Verfahren in der HNO-Heilkunde. Sie ermöglicht eine genaue Untersuchung von Nase, Nasenhaupthöhle, Nasennebenhöhlenzugängen, Nasenrachen, Rachen, Kehlkopf und Stimmlippen.

Ob flexible Endoskopie über die Nase oder starre Endoskopie der Nase und des Kehlkopfes durch den Mund – beide Verfahren liefern wertvolle Informationen und helfen, Beschwerden präzise abzuklären. Von Nasenpolypen über chronische Entzündungen bis hin zu Stimmlippenveränderungen oder Tumorverdacht können viele Erkrankungen frühzeitig erkannt werden.

Die Untersuchung ist in der Regel schmerzfrei, dauert nur wenige Minuten und eignet sich sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Wer unter anhaltenden Beschwerden der Nase, des Rachens, der Stimme oder Atmung leidet, profitiert von einer endoskopischen Abklärung beim HNO-Arzt.

Häufige Fragen zur Endoskopie beim HNO-Arzt

Ist eine Endoskopie beim HNO schmerzhaft?

Nein, die Endoskopie der oberen Atemwege ist in der Regel schmerzfrei. Es kann lediglich ein leichtes Druckgefühl, Kitzeln oder ein kurzer Würgereiz auftreten. Bei Bedarf kann ein betäubendes oder abschwellendes Spray verwendet werden.

Wie lange dauert eine HNO-Endoskopie?

Die Untersuchung dauert meist nur wenige Minuten. Der Befund kann häufig direkt im Anschluss besprochen werden.

Was sieht der HNO-Arzt bei einer Nasenendoskopie?

Bei der Nasenendoskopie können Nasenschleimhaut, Nasenscheidewand, Nasenmuscheln, Nasenhaupthöhle und die Zugänge zu den Nasennebenhöhlen beurteilt werden. Auch Polypen, Entzündungen, Sekret oder Engstellen sind sichtbar.

Was ist der Unterschied zwischen flexibler und starrer Endoskopie?

Die flexible Endoskopie erfolgt mit einem biegsamen Endoskop, meist über die Nase, und eignet sich besonders für Nasenrachen und Kehlkopf. Die starre Endoskopie verwendet eine feste Optik und bietet besonders klare Bilder der Nasenhaupthöhle, Nasennebenhöhlenregion und des Kehlkopfes durch den Mund.

Kann eine Endoskopie auch bei Kindern durchgeführt werden?

Ja, die Endoskopie ist auch bei Kindern möglich. Sie wird besonders schonend durchgeführt und hilft zum Beispiel bei der Abklärung von Schnarchen, Mundatmung, vergrößerten Rachenmandeln oder unklaren Atemgeräuschen.

Kann man mit der Endoskopie Tumoren erkennen?

Auffällige Veränderungen im Bereich von Nase, Rachen, Kehlkopf oder Stimmlippen können mit der Endoskopie sichtbar gemacht werden. Bei Verdacht auf einen Tumor können anschließend weitere diagnostische Schritte geplant werden.

Muss ich mich auf die Untersuchung vorbereiten?

In der Regel ist keine besondere Vorbereitung notwendig. Die Untersuchung kann meist direkt in der HNO-Praxis durchgeführt werden.

Autor - Priv. Doz. DDr. Faris Brkic
Priv. Doz. DDr. Faris Brkic

FACHARZT FÜR HALS-NASEN-OHREN-HEILKUNDE IN WIEN

Priv.-Doz. DDr. Faris Brkić ist Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Oberarzt an der Universitätsklinik für HNO, Privatdozent und HNO Arzt in Wien. Nach seiner Facharztausbildung am AKH Wien absolvierte er ein spezialisiertes Rhinologie-Fellowship an der Universitätsklinik Manchester. Mit über 65 peer-reviewten Publikationen verbindet er wissenschaftliche Forschung mit klinischer Praxis. Seine Schwerpunkte liegen in der HNO-Chirurgie, der Rhinoplastik sowie der Nasennebenhöhlen- und Schädelbasischirurgie.

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