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Ohrdruckmessung (Tympanometrie)

Kinder HNO Diagnostik (konservative Leistungen)

Ohrdruckmessung und Tympanometrie bei Kindern in Wien

Das Mittelohr überträgt Schall vom Trommelfell über die Gehörknöchelchen zum Innenohr. Dafür braucht Ihr Kind ein belüftetes Mittelohr und ein bewegliches Trommelfell. Die Ohrtrompete gleicht Druck zwischen Nase und Ohr aus.

Diese Funktion ist wichtig für klares Hören, Sprache und Aufmerksamkeit. Bei Störungen können Ohrdruck, dumpfes Hören, Paukenerguss, häufige Mittelohrentzündungen oder eine leichte Schwerhörigkeit bei Kindern auftreten. In meiner Ordination prüfe ich das schonend.

Wann sollte eine Ohrdruckmessung bei Kindern erfolgen?

Die Ohrdruckmessung bei Kindern hilft mir, Mittelohrbelüftung und Trommelfellbeweglichkeit objektiv zu beurteilen. Ich empfehle sie in meiner HNO Ordination in Wien besonders nach Schnupfen oder Mittelohrentzündung, wenn Beschwerden, Sprachverzögerung, unklare Hörreaktionen oder wiederkehrende Infekte auf eine Störung im Mittelohr hinweisen.

Häufige Gründe für eine Tympanometrie sind

  • Paukenerguss oder Flüssigkeit hinter dem Trommelfell
  • Wiederkehrende Mittelohrentzündungen
  • Verdacht auf Belüftungsstörung der Ohrtrompete
  • Ohrdruck, Knacken oder dumpfes Hören
  • Auffällige Sprachentwicklung oder Konzentrationsprobleme
  • Kontrolle nach Infekten, Operationen oder Paukenröhrchen

Was bedeutet es, wenn die Tympanometrie auffällig ist?

Ein auffälliger Befund bedeutet nicht automatisch eine schwere Erkrankung. Er zeigt, dass Trommelfell oder Mittelohr anders reagieren als erwartet. Häufig passen die Kurven zu Unterdruck, Paukenerguss, eingeschränkter Trommelfellbewegung oder seltener zu einer Trommelfellperforation.

Tympanometrie Normwerte bei Kindern bewerte ich immer mit Alter, Gehörgangsgröße und Beschwerden. Unbehandelte Probleme können dumpfes Hören, typische Symptome einer Schwerhörigkeit bei Kindern, Sprachverzögerung, Schulprobleme, Schlafstörungen oder wiederkehrende Entzündungen begünstigen.

Wann zur HNOBeschreibung
Anhaltende BeschwerdenOhrdruck, dumpfes Hören oder Paukenerguss bestehen länger.
Wiederkehrende BeschwerdenMittelohrentzündungen oder Ohrdruck treten mehrfach im Jahr auf.
Zunehmende BeschwerdenIhr Kind hört schlechter oder fragt häufiger nach.
Einschränkung im AlltagSprache, Kindergarten, Schule oder Familienkommunikation sind beeinträchtigt.
Schlaf und KonzentrationSchnarchen, unruhiger Schlaf oder geringe Aufmerksamkeit fallen auf.
Schmerzen oder BegleitsymptomeOhrenschmerzen, Fieber, Ausfluss oder Schwindel kommen dazu.

Was mache ich als HNO Facharzt bei der Ohrdruckmessung bei Kindern?

Bei der Tympanometrie wird gemessen, wie beweglich das Trommelfell ist. Ich verbinde sie mit Ohrmikroskopie und bei Bedarf mit Hörtest, damit ich Mittelohrprobleme sicher einordne.

  1. Ohr ansehen: Ich prüfe den Gehörgang und das Trommelfell behutsam mit dem Ohrmikroskop.
  2. Druck messen: Eine weiche Sonde verändert den Luftdruck und misst die Trommelfellbewegung.
  3. Befund einordnen: Ich vergleiche die Werte gemeinsam mit Alter, Beschwerden und Hörtest.

Wie läuft die Tympanometrie bei Kindern ab und welche Behandlung folgt?

Die Untersuchung dauert nur kurz. Ihr Kind sitzt ruhig, während ich eine weiche Messsonde an den Eingang des Gehörgangs halte. Die Sonde dichtet sanft ab. Sie erzeugt leichte Druckänderungen. Die Tympanometrie ist meist nicht schmerzhaft. Manche Kinder empfinden den Druck kurz als ungewohnt.

Die weitere Behandlung hängt von Diagnose und Ursache ab. Bei einem unauffälligen Befund reicht oft Erklärung und Verlaufskontrolle. Bei Paukenerguss, Unterdruck oder wiederkehrender Mittelohrentzündung bespreche ich je nach Befund Nasenpflege, entzündungshemmende Maßnahmen, Allergieabklärung, Hörkontrolle oder eine operative Behandlung wie Paukenröhrchen und Adenotomie.

Autor - Priv. Doz. DDr. Faris Brkic
Priv. Doz. DDr. Faris Brkic

FACHARZT FÜR HALS-NASEN-OHREN-HEILKUNDE IN WIEN

Priv. Doz. DDr. Faris Brkic ist habilitierter Facharzt an der Medizinischen Universität Wien, Privatdozenten und HNO Arzt in Wien. Nach seiner Facharztausbildung am AKH Wien absolvierte er ein spezialisiertes Rhinologie-Fellowship an der Universitätsklinik Manchester. Mit über 60 peer-reviewten Publikationen verbindet er aktive Forschung mit klinischer Praxis. Sein Schwerpunkt liegt auf Rhinologie, endoskopischer Chirurgie und ästhetisch-funktionellen Naseneingriffen.

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