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Kehlkopfentzündung (Laryngitis)

Kopf und Hals

Kehlkopfentzündung (Laryngitis) – akut oder chronisch in Wien behandeln

Der Kehlkopf (Larynx) ist das Organ, das Ihre Stimme erzeugt und die unteren Atemwege beim Schlucken schützt. Gesunde Kehlkopfschleimhäute ermöglichen klares Sprechen, reibungsloses Schlucken und freie Atmung.

Eine Entzündung des Kehlkopfs, medizinisch Laryngitis genannt, beeinträchtigt diese Funktionen erheblich. Heiserkeit, Stimmverlust, Halsschmerzen und Hustenreiz zählen zu den typischen Beschwerden. Die Medizin unterscheidet zwischen der akuten und der chronischen Kehlkopfentzündung.

Wie entsteht eine Kehlkopfentzündung?

Eine akute Kehlkopfentzündung ist häufig durch Viren ausgelöst. Da die auslösenden Viren übertragbar sind, gilt eine akute Laryngitis als ansteckend. Die chronische Kehlkopfentzündung entsteht durch dauerhaft wirkende Reize auf die Kehlkopfschleimhaut und entwickelt sich schleichend über Wochen oder Monate. Beide Formen erfordern eine genaue Ursachenabklärung.

Häufige Ursachen sind:

  • Virale Infektionen (z. B. Erkältungs- und Grippeviren)
  • Bakterielle Infektionen (seltener, aber behandlungsbedürftig)
  • Stimmüberlastung durch langes Sprechen, Schreien oder Singen
  • Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum
  • Gastroösophagealer Reflux (Mageninhalt reizt die Kehlkopfschleimhaut)
  • Allergien, trockene Luft und Umweltschadstoffe

Symptome und mögliche Folgen einer Kehlkopfentzündung

Das Leitsymptom einer Kehlkopfentzündung ist Heiserkeit. Viele Betroffene bemerken zusätzlich Halsschmerzen, trockenen Husten und ein Kratzen im Hals. Eine akute Laryngitis dauert in der Regel 1 bis 2 Wochen. Halten die Symptome länger als 3 Wochen an, gilt die Entzündung als chronisch.

Eine unbehandelte chronische Laryngitis kann die Kehlkopfschleimhaut dauerhaft schädigen. Mögliche Folgeerkrankungen sind Stimmbandknötchen oder ein Reinke-Ödem. Eine frühzeitige HNO-Abklärung beugt diesen Komplikationen vor.

Wann zum HNO-ArztBeschreibung
Heiserkeit länger als 2 WochenAnhaltende Heiserkeit kann auf eine chronische Laryngitis oder eine andere ernsthafte Erkrankung hinweisen.
Vollständiger StimmverlustEin kompletter Stimmverlust (Aphonie) erfordert eine rasche HNO-Abklärung.
Atemnot oder SchluckbeschwerdenDiese Symptome können auf eine schwerwiegende Entzündung oder Begleiterkrankung hinweisen.
Wiederkehrende EntzündungsepisodenHäufig wiederkehrende Laryngitiden deuten auf einen chronischen Auslöser hin.
Begleitfieber und starke SchmerzenHohes Fieber kann auf eine behandlungsbedürftige bakterielle Infektion hinweisen.
Keine Besserung trotz SchonungBessern sich die Beschwerden nach 7 bis 10 Tagen nicht, ist eine Untersuchung sinnvoll.

Was ich bei einer Kehlkopfentzündung untersuche

Für eine genaue Diagnose führe ich zunächst ein ausführliches Gespräch über Ihre Symptome, Lebensgewohnheiten und Vorerkrankungen. Anschließend untersuche ich Ihren Kehlkopf mit modernen endoskopischen Methoden.

  1. Anamnese und Befragung: Ich erfrage Beschwerden, deren Dauer und mögliche Auslöser wie Rauchen oder Stimmbelastung.
  2. Kehlkopfspiegelung (Laryngoskopie): Mit einem flexiblen Endoskop beurteile ich Ihre Kehlkopfschleimhaut und die Stimmlippen direkt.
  3. Weiterführende Untersuchungen: Bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion veranlasse ich einen Abstrich oder eine Blutuntersuchung.

So behandle ich akute und chronische Laryngitis

Die Therapie einer Kehlkopfentzündung richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad. Eine akute virale Laryngitis heilt in vielen Fällen mit konservativen Maßnahmen aus. Bei einer bakteriellen Infektion setze ich eine antibiotische Behandlung ein. Die chronische Laryngitis erfordert die gezielte Behandlung der Grundursache.

Bei einer akuten Kehlkopfentzündung helfen folgende Maßnahmen schnell:

  • Stimmschonung (so wenig sprechen wie möglich)
  • Inhalationen mit Salzwasser oder ätherischen Ölen
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr (warme Getränke bevorzugen)
  • Antientzündliche Medikamente bei starken Beschwerden
  • Lutschpastillen zur Befeuchtung der Schleimhäute

Bei einer Kehlkopfentzündung sollten Sie bestimmte Verhaltensweisen unbedingt vermeiden. Flüstern belastet die Stimmlippen stärker als normales leises Sprechen und ist daher kontraproduktiv. Rauchen, Alkohol und häufiges Räuspern verzögern die Heilung erheblich. Sehr trockene Luft, starke Kälte und anhaltende Stimmbelastungen reizen die entzündeten Schleimhäute zusätzlich.

Die chronische Laryngitis behandle ich je nach Grundursache individuell. Bei gastroösophagealem Reflux erfolgt eine medikamentöse Säurehemmung. Stimmüberlastungen behebt eine logopädische Stimmtherapie. Bei strukturellen Veränderungen der Stimmlippen kann ein operativer Eingriff notwendig sein

Autor - Priv. Doz. DDr. Faris Brkic
Priv. Doz. DDr. Faris Brkic

FACHARZT FÜR HALS-NASEN-OHREN-HEILKUNDE IN WIEN

Priv. Doz. DDr. Faris Brkic ist habilitierter Facharzt an der Medizinischen Universität Wien, Privatdozenten und HNO Arzt in Wien. Nach seiner Facharztausbildung am AKH Wien absolvierte er ein spezialisiertes Rhinologie-Fellowship an der Universitätsklinik Manchester. Mit über 60 peer-reviewten Publikationen verbindet er aktive Forschung mit klinischer Praxis. Sein Schwerpunkt liegt auf Rhinologie, endoskopischer Chirurgie und ästhetisch-funktionellen Naseneingriffen.

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