Heiserkeit (Dysphonie) beim HNO-Arzt in Wien abklären
Der Kehlkopf ist das zentrale Organ der Stimmgebung. Die Stimme ermöglicht Kommunikation, Ausdruck und soziale Teilhabe. Beim Ausatmen strömt Luft durch die Stimmlippen und versetzt sie in Schwingung. So entsteht der Stimmklang.
Sind die Stimmlippen gereizt, geschwollen oder in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt, verändert sich die Stimme. Sie klingt rau, belegt oder kraftlos. Medizinisch bezeichnet man das als Dysphonie. Im Extremfall tritt ein vollständiger Stimmverlust auf, die sogenannte Aphonie.
Welche Krankheit steckt hinter Heiserkeit?
Heiserkeit ist ein Symptom und keine eigenständige Erkrankung. Die Ursachen reichen von harmlosen Infekten bis hin zu behandlungsbedürftigen Erkrankungen der Stimmlippen. Besonders Heiserkeit, die länger als drei Wochen anhält, sollte fachärztlich abgeklärt werden.
Häufige Ursachen sind:
- Akute Kehlkopfentzündung (Laryngitis) bei Erkältung oder Grippe
- Chronische Laryngitis durch Rauchen, Staubbelastung oder Dauerirritation
- Gastroösophagealer Reflux mit Reizung der Kehlkopfschleimhaut
- Stimmüberlastung bei Sänger:innen, Lehrer:innen oder Redner:innen
- Stimmbandknötchen, Stimmbandpolypen oder Reinke-Ödem
- Gut- oder bösartige Tumoren des Kehlkopfs
Heiserkeit ohne Erkältung
Viele Patient:innen fragen sich, warum sie heiser sind, obwohl keine Erkältung vorliegt. Heiserkeit ohne Erkältung hat häufig nicht-infektiöse Ursachen. Chronischer Reflux reizt die Kehlkopfschleimhaut dauerhaft und verändert die Stimme. Auch Stimmüberlastung, Rauchen oder trockene Raumluft können zu anhaltender Heiserkeit führen. Gutartige Stimmlippenveränderungen wie Knötchen oder Polypen sind weitere häufige Gründe. In seltenen Fällen steckt ein ernsterer Befund dahinter. Deshalb empfehle ich eine HNO-Abklärung, wenn die Heiserkeit ohne erkennbaren Infekt auftritt oder länger als drei Wochen andauert.
Wann sollten Sie mit Heiserkeit zum HNO-Arzt?
Kurzfristige Stimmveränderungen im Rahmen eines Infekts klingen meist von selbst ab. Hält die Heiserkeit an oder kehrt sie regelmäßig zurück, sollte eine fachärztliche Untersuchung erfolgen. Begleitsymptome wie Schluckbeschwerden, Schmerzen oder vergrößerte Halslymphknoten erfordern eine rasche Abklärung.
Je früher eine zugrundeliegende Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Behandlungsaussichten. Sowohl gutartige als auch bösartige Veränderungen lassen sich mit modernen endoskopischen Methoden zuverlässig erkennen.
Was macht der HNO-Arzt bei Heiserkeit?
In meiner HNO-Ordination in Wien kläre ich Heiserkeit mit modernen diagnostischen Methoden ab. Dabei arbeite ich systematisch, um die Ursache präzise zu bestimmen und die richtige Therapie einzuleiten.
- Anamnese und Befragung: Ich erfasse Dauer, Begleitsymptome und Risikofaktoren wie Rauchen, Reflux oder berufliche Stimmbelastung.
- Kehlkopfspiegelung (Laryngoskopie): Mit einem flexiblen oder starren Endoskop beurteile ich die Stimmlippen und den Kehlkopf direkt.
- Stroboskopie: Diese Methode zeigt die Stimmlippenschwingung in Zeitlupe und erkennt feinste strukturelle Veränderungen.
Wie wird Heiserkeit behandelt?
Die Behandlung der Heiserkeit richtet sich nach der Diagnose und der zugrundeliegenden Ursache. Da die Ursachen sehr unterschiedlich sein können, gibt es keinen einheitlichen Therapieansatz. Nach der Untersuchung bespreche ich gemeinsam mit Ihnen den passenden Behandlungsweg.
Bei infektbedingter Heiserkeit stehen Stimmschonung und Inhalationen im Vordergrund. Refluxbedingte Beschwerden werden medikamentös und durch Ernährungsanpassungen behandelt. Stimmbandknötchen oder -polypen erfordern logopädische Therapie und gegebenenfalls einen mikrochirurgischen Eingriff am Kehlkopf. Bei Verdacht auf einen bösartigen Befund leite ich unverzüglich die notwendigen weiteren Schritte ein und koordiniere die Betreuung mit den entsprechenden Spezialist:innen.

FACHARZT FÜR HALS-NASEN-OHREN-HEILKUNDE IN WIEN
Priv. Doz. DDr. Faris Brkic ist habilitierter Facharzt an der Medizinischen Universität Wien, Privatdozenten und HNO Arzt in Wien. Nach seiner Facharztausbildung am AKH Wien absolvierte er ein spezialisiertes Rhinologie-Fellowship an der Universitätsklinik Manchester. Mit über 60 peer-reviewten Publikationen verbindet er aktive Forschung mit klinischer Praxis. Sein Schwerpunkt liegt auf Rhinologie, endoskopischer Chirurgie und ästhetisch-funktionellen Naseneingriffen.


